Unsere Richter

“Benny” - ein charmanter Rüde - war der Einstieg 1988 in die Retrieverwelt, ein gar nicht so verheißungsvoller. Denn “Benny” wurde aufgrund eines Knochenhauttumors nur gute zwei Jahre. Einer unserer letzten großen Ausflüge führte uns im übrigen ins Taubertal. Und dennoch wurde aus dem Retriever eine Leidenschaft, die ich mir bis heute trotz beruflicher Belastung als Redakteur nicht nehmen lasse.

“Elliot” war mein vierbeiniger Begleiter, der der Ansporn war, die DRC Bezirksgruppe Sauerland zu gründen und neun Jahre deren Vorsitzender zu sein. Nebenher als Ausbilder und das geweckte Interesse, als Richter im DRC tätig zu werden, 11 1/2 Jahre war Elliot ein treuer Begleiter mit seiner sehr engen Bindung bis zu seinem Tod.

2003 kam mit “Gladys My Melodie of Golden Spirit” schließlich der dritte Retriever - diesmal eine Hündin - ins Haus. Eine quirrlige, unheimlich liebe und arbeitsfreudige Hündin, die zuletzt allerdings unter der beruflichen Veränderung des Herrchens ein wenig zurückstecken musste.

“Es ist für mich Urlaub für den Kopf”, diese Prämisse steht nach wie vor oben an, wenn ich als Richter eingeladen werde. Und dies sollte sich übertragen. Und nach vielen Prüfungen und Workingtests in Deutschland waren dann die Einladungen nach Dänemark, Österreich und in die Schweiz eine besondere Ehre.

Ich freu mich sehr auf den Taubertal-Cup, die herrliche Landschaft und den Frankenwein. Leider musste ich vor ein paar Jahren mal krankheitsbedingt kurzfristig eine Einladung hierher absagen, umso größer ist die Freude, jetzt als Richter einer sehr interessanten Ausschreibung zu fungieren. Einzel- und Teamwettbewerb, wobei das Team im Vordergrund steht - ich finde, das sehr spannend und hoffe, mit anspruchsvollen, doch auch lösbaren Aufgaben einen Teil zu einem guten Gelingen beizutragen. Ihnen als Teilnehmer viel Erfolg, den Organisatoren und Helfern schon ein herzliches Dankeschön.
Im Jahre 1993 kam ich durch einen Golden Retriever namens „Danny“ im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hund.
Und es war, wie sich herausstellte, ein Glücksgriff. Vorerst war er mein Begleiter auf unzähligen Bergtouren und mit vierzehn Monaten apportierte er, inspiriert durch Bekannte, seinen ersten Dummy. Dann ging es los. Ein Turnier folgte dem nächsten und wir waren ein eingeschweißtes Team. Wir errangen einen Spitzenplatz nach dem anderen und lernten dadurch viele Leute in Europa kennen und auch schätzen. Wie es bei uns hundebegeisterten Menschen so ist, kam nach dem ersten Hund ein paar Jahre später der nächste ins Haus.
Zurzeit lebe ich mit meiner Familie und drei „Goldies“ etwa 35 Kilometer westlich von Innsbruck. Wann immer es mein Beruf als Fluglotse zulässt, begebe ich mich in meiner Freizeit in die freie Natur und trainiere mit meinen Hunden.
Ich möchte mich vorweg bei der Organisation des Taubertal-Cups recht herzlich für die Einladung bedanken und freue mich schon riesig auf ein schönes und hoffentlich für die Teilnehmer erfolgreiches Wochenende.
Wohnhaft bin ich in Kirchberg, im Herzen der Schweiz. Französisch ist meine Muttersprache und Deutsch meine Fremdsprache, auch verstehe ich ein wenig spanisch und italienisch.
Beim Retriever Club Schweiz bin ich Wesens- und Anlagerichter seit 1994 und Dummy- sowie Workingtestrichter. In Frankreich bin ich französischer Arbeitsrichter (Field Trial A) für Retriever. In den letzten Jahren habe ich an vielen Wochenenden im In- und Ausland gerichtet. Weiter bin ich auch begeisterter Jäger.
Die Jagdhunde sind meine Passion: Ich liebe es, sie arbeiten zu sehen, weil sie dabei völlig in ihrem Element sind. Beim Richten lege ich vor allem besonderen Wert auf die typischen Eigenschaften eines Jagdhundes.
Vor 20 Jahren habe ich meinen ersten Flatcoated Retriever gekauft, nachdem ich zuvor immer Cockerspaniels hatte. Momentan besitze ich einen Flatcoated Retriever Rüden und eine Hündin, sowie eine Field Trial Labrador Hündin. Ein weiterer Flatcoated Rüde lebt im Zuchtrecht bei mir. Meine Hunde wurden von mir ausgebildet und werden auch regelmässig an Dummyprüfungen, Workingtests oder Field Trials geführt. Bisher haben alle von mir ausgebildeten Hunde den Titel „Trialer“ erworben. Mein jetziger Rüde, Neala’s Zealous Hunting Owl, ist französischer Arbeitschampion und Trialer à l’anglaise. Der Zuchtrechtsrüde wurde zusätzlich von mir auch als Schweisshund ausgebildet.

Ich leite eine kleine Dummytrainingsgruppe in meiner Region und gebe auch Dummykurse an den Arbeitstagen der Regionalgruppe Mittelland des RCS. Meine Ehefrau züchtet braune und schwarze Labradors. Mit ihr teile ich auch die Leidenschaft das „arbeiten“ mit den Hunden. Auch sie startet mit ihren Hunden regelmässig an den Field Trials in Frankreich.
Meinen besonderen Dank gilt den Organisatoren und den Helfern für ihren Arbeitseinsatz, ohne deren Mithilfe wäre es unmöglich Prüfungen durchzuführen. Leider ist dies nicht selbstverständlich und leider ist es sehr schwer geeignete Personen für dieses schöne Hobby zu finden.